St. Wolfgang und St. Luzia, Bitburg-Stahl

Die spätgotische Kirche steht inmitten des alten Ortskerns von Stahl und wird vom ehemaligen Kirchhof umgeben. Zur Straße hin wird sie von einer Mauer begrenzt.

Die Hl. Messe wird dienstags im 14tägigen Rhythmus gefeiert.


Patronat

Die Kirche ist den Heiligen St. Wolfgang und St. Luzia geweiht.

Wolfgang von Regensburg war Missionar und wurde 972 zum Bischof von Regensburg geweiht. Dort gründete er eine Domschule mit Chor, aus dem die heutigen „Regensburger Domspatzen“ hervorgingen. Er ist Schutzpatron der Bildhauer, Holzarbeiter, Zimmerleute, Schiffer und Hirten und soll zur Gesundung von erkranktem Vieh verhelfen. Sein Gedenktag ist der 31. Oktober.

Lucia von Syrakus ist eine frühchristliche Heilige, geweihte Jungfrau und Märtyrerin, die als Christin verfolgt und später mit einem Schwertstich getötet wurde. Andere Legenden berichten auch, dass man ihr die Augen herausgerissen hat. Sie ist Patronin der Armen, Blinden und kranken Kinder.

Der Gedenktag der Hl. Luzia ist der 13. Dezember.





Baugeschichte:

Die Errichtung einer Kapelle in Stahl ist für das Jahr 1426 überliefert hiervon stammt wahrscheinlich noch das Untergeschoss des Turmes, das heute als Sakristei genutzt wird. Das Kirchenschiff ist ins Jahr 1752 datiert. Sie wurde 1996 renoviert. Dabei wurden alte Malereien sowie im Sockelbereich farbige Keramikfliesen in historischem Dekor des 19. Jahrhunderts freigelegt.


Kunst

Der neuromanische Hochaltar, ein hölzerner Tabernakelaltar, erinnert in den Details seiner Architektur an spätromanische Reliquienschreine und ist wie die dazugehörenden Figuren um 1900 entstanden.

Die vier Rundbogenfenster des Kirchenschiffes stellen in einer wertvollen Buntglasmalerei die Schutzpatrone St. Wolfgang, St. Lucia, ferner St. Wendelinus und die heilige Muttergottes mit dem Jesuskind dar.

1997 wurde die Kirche als Kulturdenkmal anerkannt.