Taizégebet

Taizégebet in der Pfarreiengemeinschaft Bitburg:

m i t e i n a n d e r    v e r b u n d e n     i m    G e b e t     f ü r e i n a n d e r


Corona Hygienebedingungen: Anmeldung: Tel: 06561-5018 oder vor dem Taizégebet

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.


Herzlich willkommen zum abendlichen Taizégebet am 09.09.2021, 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter.

In einer Zeit, voller Katastrophen – ob persönliche, politische oder Naturkatastrophen –
und Verunsicherung, wollen wir dem heutigen Taizégebet mit diesem Gedicht von Dietrich
Bonhoeffer aus dem Jahr 1944, eine ermutigende Begleitung geben.


Lied Nr. 50: Nada te turbe, nada te espante; quien a Dios tiene nada le falta.
                  Nada te turbe, nada te espante; sólo Dios basta.
                  (Nichts beunruhige dich, nichts ängstige dich;
                  wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt.)


Lied Nr. 35: Bonum est confidere in domino, bonum sperare in domino.
                  (Es ist gut auf Gott zu vertrauen und auf ihn zu hoffen.)


Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.


Sicher können wir schreckliche Bilder und Gefühle nicht einfach weglegen.
Aber wir dürfen auch nicht vergessen, wofür wir leben, was unser letztes Lebensziel ist.


Lied Nr. 139: Gott, lass meine Gedanken sich sammeln zu Dir,
                    bei Dir ist das Licht, Du vergisst mich nicht.
                    Bei Dir ist die Liebe, bei Dir ist die Geduld.
                    Ich verstehe Deine Wege nicht, aber Du weißt den Weg für mich.


Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.


Gott lässt den Kelch des Leides an Menschen nicht vorübergehen, auch nicht an denen,
die ihn lieben, das ist wahr. Aber erwartet Gott denn wirklich Dankbarkeit, furchtlose
Tapferkeit und Gelassenheit beim Trinken dieses Kelches? Anne Schneider und ihre
schwerkranke Tochter Meike hätten die letzten Zeilen gerne wie folgt umgedichtet:
“du stehst uns bei im Leiden und im Zittern mit deiner guten und geliebten Hand“
aus: Anne und Nikolaus Schneider ‘Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist‘


Psalm: In vollem Vertrauen auf Gott beschreibt der Psalmist eine ähnliche Situation in Psalm 27;
          wir lesen abwechselnd:
Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
vor wem sollte mir bangen?
Mag ein Heer mich belagern:
mein Herz wird nicht verzagen.
Mag Krieg gegen mich toben,
ich bleibe dennoch voll Zuversicht.
Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
im Hause des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.
Denn er birgt mich in seinem Haus am Tag des Unheils;
er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes,
er hebt mich auf einen Felsen empor.


Lied Nr. 58: Misericordias Domini in aeternum cantabo.
                  (Das Erbarmen des Herrn will ich ewig preisen.)


Lesung:

So spricht der Herr: Ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben. Wenn ihr mich ruft,
wenn ihr kommt und zu mir betet, werde ich euch erhören. Sucht ihr mich, so findet ihr mich, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt. (Jeremia 29, 11 -13 )


Lied: Nr. 113: Gott ist nur Liebe. Wagt, für die Liebe alles zu geben.
                     Gott ist nur Liebe. Gebt euch ohne Furcht.


Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.
Als Kinder Gottes ist es für uns selbstverständlich, dass wir ihn um das bitten, was uns
am liebsten wäre, doch wir kennen seine Wege nicht. Seinem Plan können wir vertrauen.


Fürbitten:
Gott, du hast diese Welt erschaffen, du hast sie sehr gut gemacht,
doch immer wieder geschieht viel Leid. Wir bitten dich
- für alle Kranken, besonders für die an Krebs erkrankten,
- für die Opfer von Naturkatastrophen, besonders für die Flutopfer in Deutschland,
- für die Opfer politischer Wirren, besonders in Zentralafrika und Afghanistan,
- für die politisch Verfolgten, besonders für diejenigen, die einer willkürlichen Justiz
  ausgeliefert sind,
- für unsere Verstorbenen; lass sie leben im Heil, für das du sie geschaffen hast.


Lied Nr 15: Ubi caritas et amor, ubi caritas Deus ibi est.
                 (Wo Güte und Liebe herrscht, da ist Gott.)


Vater unser:

Gott beruft uns und gibt unserem Leben ein Ziel, Auch wenn wir seine Wege nicht
verstehen, folgen wir ihm und bekennen uns mit den Worten Jesu zu ihm: Vater unser ...


Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.
Die seltenen Momente, in denen das Schweigen der Welt uns ahnen lässt,
dass wir doch nur die Oberfläche erkennen, die jubelnde Stille der Natur,
auch das ist ‘all deiner Kinder hoher Lobgesang.‘


Lied Nr.23: Laudate omnes gentes, laudate Dominum.
                 (Lobsingt ihr Völker alle, lobsingt und preist den Herrn.)


Gebet:

Gott, zu dir rufe ich beim Einbruch der Nacht.
Hilf mir beten und meine Gedanken sammeln zu dir, ich kann es nicht allein.
In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede.
In mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.
(Dietrich Bonhoeffer)


Segensbitte:

Gott, segne uns mit deiner gütigen Hand, die heilt.
Segne uns mit deiner mächtigen Hand, die das Böse abhält.
Segne uns mit deiner starken Hand, die sicher führt.
So segne uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen


Lied Nr. 32: Bei Gott bin ich geborgen, still wie ein Kind, bei ihm ist Trost und Heil.
                  Ja, hin zu Gott verzehrt sich meine Seele, kehrt in Frieden ein.


Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer, Von guten Mächten, in seinem Brief an Maria von Wedemeyer aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamts in Berlin, Prinz-Albrecht-Straße, 19. Dezember 1944. Erstmals veröffentlicht 1951 in: Eberhard Bethge (Hrsg.), Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft.


Herzliche Einladung zum nächsten Taizégebet am 14.10. um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter.

 

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