Taizégebet

Herzlich willkommen zum Taizégebet
am Donnerstag,
09. April 2026 um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Peter

Lied Nr. 23 Laudate omnes gentes
Laudate omnes gentes, laudate dominum. Laudate omnes gentes, Laudate dominum.
(Lobsingt ihr Völker alle, lobsingt und preist den Herrn.)
 

Lied Nr.118 : In resurrectione tua Christe
In resurrectione tua Christe coeli et terra laetentur
(In deiner Auferstehung, Christus, freuen sich Himmel und Erde)
 
Hymnus:
Ich möchte Glauben haben, der über Zweifel siegt,
der Antwort weiß auf Fragen und Halt im Leben gibt.

Ich möchte Hoffnung haben, für mich und meine Welt,
die auch an dunklen Tagen die Zukunft offen hält.

Ich möchte Liebe haben, die mir die Freiheit gibt
zu andern Ja zu sagen, die vorbehaltlos liebt.

Herr, du kannst alles geben, dass Glaube in mir reift,
dass Hoffnung wächst zum Leben und Liebe mich ergreift.            (Eberhard Bormann)
 

Lied Nr. 19: Magnificat 
Magnificat, magnificat, magnificat anima mea dominum. Magnificat, magnificat, magnificat anima mea.
(Meine Seele preist die Größe des Herrn)

Lesung

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.

Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

(Lk 24, 13 -35)

Lied Nr 15: Ubi caritas et amor
Ubi caritas et amor, ubi caritas Deus ibi est.
(Wo Güte und Liebe herrscht, da ist Gott)
 

Impuls: Den lebendigen Frieden suchen
„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“

Diese Frage der Engel trifft uns heute mitten in unsere Unruhe. Wie oft suchen wir den Frieden dort, wo er nicht zu finden ist? In der Vergeltung, im Rechthaben-Wollen oder hinter dicken Mauern der Angst. Wir starren auf das „Grab“ unserer Hoffnungen – auf die Nachrichten von Krieg, auf alte Verletzungen und auf die Sprachlosigkeit zwischen uns. Doch die Botschaft von Lukas 24 ist eine Einladung zum Blickwechsel:

Friede ist kein toter Zustand, kein bloßes Schweigen der Waffen. Friede ist eine lebendige Person. Er geht mit uns, auch wenn unsere Augen gehalten sind und wir ihn nicht sofort erkennen.

Vielleicht begegnet er uns heute nicht im großen Weltgeschehen, sondern im leisen Flüstern der Stille, in der Hand, die wir jemandem reichen, oder in dem Mut, trotz allem an das Leben zu glauben.

Lassen wir uns in der kommenden Stille von der Frage der Engel bewegen:

Wo in meinem Leben suche ich noch bei den Toten? Und wo spüre ich bereits den Atem des Auferstandenen, der uns seinen Frieden zusagt?



Stille

Fürbitten für das Friedensgebet

Gott, du bist ein Gott des Friedens und nicht der Verwirrung. Zu dir rufen wir in einer Welt, die oft wie das leere Grab und der staubige Weg nach Emmaus erscheint – voller Fragen und Sehnsucht nach Heilung.

  1. Für die Krisengebiete unserer Welt:
Wir bringen vor dich die Menschen in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan und an allen Orten, an denen Waffen die Stimme der Vernunft übertönen. Schenke den Verantwortlichen den Mut, Wege der Diplomatie zu gehen und den Hochmut des Krieges zu überwinden.

Kyrie eleison. Lied Nr 85 (12)

  1. Für die Verzweifelten und Suchenden:
Wie die Frauen am Grab stehen viele Menschen heute vor den Trümmern ihrer Existenz. Wir bitten dich für alle, die durch Gewalt und Flucht ihre Heimat verloren haben. Lass sie Menschen begegnen, die ihnen – wie die Engel am Grab – eine Botschaft der Hoffnung bringen.

Kyrie eleison. Nr 85 (12)

  1. Für die „Emmaus-Gänger“ unserer Zeit:
Wir bitten dich für alle, die mit dem Rücken zum Licht gehen, die enttäuscht sind von der Politik, der Kirche oder dem Leben. Öffne ihnen die Augen für die kleinen Zeichen des Friedens und lass sie spüren, dass du unerkannt mit ihnen gehst.

Kyrie eleison. Nr 85 (12)

  1. Für unsere eigene Gemeinschaft:
Friede beginnt im Kleinen. Wir bitten dich für unsere Familien, Nachbarschaften und diesen Ort. Nimm von uns die Bitterkeit und den Neid. Hilf uns, Mauern abzubauen und einander mit dem Blick der Versöhnung zu begegnen.

Kyrie eleison. Nr 85 (12)

  1. Für die Verstorbenen der Kriege:
Wir gedenken aller Opfer von Hass und Terror. Nimm sie auf in deinen ewigen Frieden, wo es keinen Schmerz und keine Tränen mehr gibt.

Kyrie eleison. Nr 85 (12)

Gott, höre unsere Rufe. Wandle unsere Angst in Vertrauen und unsere Unruhe in deinen tiefen Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Vater Unser

Lied Nr. 35: Bonum est confidere 
Bonum est confidere in Domino, bonum sperare in Domino.
(Gut ist es, dem Herrn zu vertrauen, auf ihn zu hoffen.)

Text (im Wechsel gelesen)

Eines Tages kam einer, der hatte einen Zauber in seiner Stimme,
eine Wärme in seinen Worten, einen Charme in seiner Botschaft.

Eines Tages kam einer, der hatte Freude in seinen Augen,
eine Freiheit in seinem Handeln, eine Zukunft in seinen Zeichen.

Eines Tages kam einer, der hatte eine Hoffnung in seinen Wundern,
eine Kraft in seinem Wesen, eine Offenheit in seinem Herzen.

Eines Tages kam einer, der hatte Liebe in seinen Gesten,
eine Güte in seinen Blicken, ein Erbarmen in seinen Taten.

Eines Tages kam einer, der hatte einen Vater in seinen Gebeten,
einen Helfer in seinen Ängsten, einen Gott in seinem Schreien.

Eines Tages kam einer, der hatte Treue in seinem Leiden,
einen Sinn in seinem Sterben und das Leben in seinem Tode.     T. Alois Albrecht

 

Lied Nr. 39: Tu sei sorgente viva - 3x italienisch 3x deutsch
Tu sei sorgente viva, tu sei fuoco, sei carità. 
Vieni Spirito Santo, vieni Spirito Santo. 

Du bist der Quell des Lebens, Du bist Feuer, Wärme und Licht. 
Komm zu uns, Geist der Liebe, wohn‘ in uns, Geist der Freude.

 
Schlussgebet und Segen

„Gott, unser Vater, du schenkst den Frieden, den die Welt nicht geben kann. Sende uns den Geist des Friedens und lass uns als Zeugen deiner Auferstehung leben“.

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig; der Herr wende sein Angesicht dir zu und gebe dir Frieden. Amen.

Lied Nr. 18: Confitemini Domino
Confitemini Domino, quoniam bonus. Confitemini Domino, alleluja.
(Dankt dem Herrn, denn er ist gut.)

Herzliche Einladung zum nächsten Taizégebet am Donnerstag, dem 11. Juni 2026,
um 19:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter.

Die Taizégruppe Bitburg

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Osterwunsch

Ich wünsche uns Osteraugen, die im Tod bis zum Leben sehen,
in der Schuld bis zur Vergebung, in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Heilung.

Ich wünsche uns Osteraugen, die im Menschen bis zum Göttlichen,
im Göttlichen bis zum Menschen, im ICH bis zum DU

zu sehen vermögen.

(nach Klaus Hemmerle)

 

 

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